{"id":7300,"date":"2024-06-08T10:07:05","date_gmt":"2024-06-08T08:07:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sparwelt.de\/magazin\/?p=7300"},"modified":"2025-12-04T13:07:57","modified_gmt":"2025-12-04T12:07:57","slug":"richtig-fotografieren-fuer-anfaenger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sparwelt.de\/magazin\/technik\/richtig-fotografieren-fuer-anfaenger","title":{"rendered":"Richtig Fotografieren: Grundwissen und Tipps f\u00fcr Anf\u00e4nger"},"content":{"rendered":"
Es muss nicht gleich die teure Spiegelreflex sein. Auch mit einem Einsteigermodell, einer Systemkamera oder einer guten Kompaktkamera kannst du tolle Fotos schießen<\/a>. Ein guter Anfang ist zwar, deine Kamera zu kennen und die Einstellungen richtig ans Motiv anzupassen. Fast noch wichtiger ist aber, Perspektive und Motiv effektiv auszuwählen. Denn davon hängt ab, ob dein Bild wirkt.<\/p>\n\n Es spricht nichts dagegen, zu Beginn deiner Fotografie-Karriere, im Automatik-Modus<\/strong> zu fotografieren. Im Gegenteil: So bekommst du ein Gefühl für deine Kamera und für interessante Bildausschnitte. Außerdem sind Belichtungsmessung, ISO, Weißabgleich und der Fokus im Automatik-Modus heute so ausgereift, dass du dich getrost darauf verlassen kannst.<\/p>\n Zwei Ratschläge sind dennoch von Nutzen:<\/p>\n Überlege dir, was an dem Motiv dein Interesse weckt – und versuche, den Ausdruck durch Lichtverhältnisse<\/strong> und Perspektive<\/strong> einzufangen. Wichtig ist zur richtigen Tageszeit zu knipsen: Architektur und Natur kommen kurz nach dem Sonnenauf- bzw. kurz vor dem Sonnenuntergang gut zur Geltung, also in der „goldenen Stunde“<\/strong>. Es gibt auch die „blaue Stunde“<\/strong>, jeweils eine Stunde vor und nach Sonnenauf- oder Sonnenuntergang. Sie bringt eine geheimnisvolle, blaustichige Atmosphäre ins Bild.<\/p>\n Außerdem gilt: Weniger ist mehr. Versuche nicht zu viele Details auf einen Bildausschnitt zu packen – das wirkt überfüllt. Mach dir lieber Gedanken über einen Schwerpunkt deines Fotos. Dabei hilft es, auf das Objekt deiner Wahl zu fokussieren und den Rest unscharf abzufotografieren.<\/p>\n Tipp: <\/strong>Vermeide es, den Schwerpunkt mittig zu legen. Das ist ein typischer Anfänger-Reflex. Fotografiere lieber nach der „Drittregel“. Dafür hilft das Gitternetz<\/strong> – welches du in den Einstellungen deiner Kamera einstellen kannst – im Sucher deiner Kamera: Platziere das Hauptmotiv auf der Trennlinie zum rechten oder linken, beziehungsweise oberen oder unteren Drittel. Diese Proportionsregel orientiert sich am Goldenen Schnitt, den wir Menschen als besonders ästhetisch empfinden.<\/p>\n Um richtig Fotografieren zu lernen ist eines wichtig: knipsen, knipsen, knipsen – wo und wann immer zu kannst<\/p><\/div>\n Wer richtig einsteigen möchte, denkt spätestens jetzt an eine neue Kamera. Vor der Entscheidung gilt es jedoch, einiges zu bedenken. Denn was nützt die tollste Ausstattung, wenn sie dann zu unpraktisch für die eigenen Zwecke ist? Andererseits: Ist jemand, der Porträts und arrangierte Szenen ablichten möchte, mit einer Kompaktkamera gut bedient? Mit ein paar wenigen Modi können bereits Anfänger ihr Ergebnis stark gestalterisch beeinflussen.<\/p>\n Was fotografierst du am liebsten? Um das herauszufinden, solltest du vorerst mit der alten Kompaktkamera experimentieren. Profi-Kompaktkameras sind außerdem auf Reisen völlig ausreichend – und schön leicht. Von Canon gibt es in dem Bereich die PowerShot in verschiedenen Ausführungen. Auch Sony und Panasonic haben gute, günstige Kompaktkameras in petto – Angebote gibt es beispielsweise bei Saturn<\/a>.<\/p>\n Vielleicht bist du der Typ für statische Motive. Bei Portraits mit fester Kulisse oder vorinstallierten Szenerien fällt die Größe der Kamera wortwörtlich weniger ins Gewicht. Fürs Modell gilt: Bei modernen Kameras gibt es keine gravierenden Unterschiede. Viel wichtiger sind die Objektive – hier gibt es zum Teil große Preis- und Qualitätsunterschiede.<\/p>\n Wichtig:<\/strong> Wenn du eine (digitale) Spiegelreflexkamera kaufst, überlege dir gut welches Modell du von welchem Anbieter verwenden willst. Denn wenn du Objektive für die Kamera kaufst, musst du davon ausgehen, dass diese nicht mit Kameras anderer Hersteller kompatibel sind. Wenn du dich für ein System entschieden hast bleibe dabei – denn immer neue Objektive zu kaufen wird richtig teuer!<\/p>\n Mehr kreativen Freiraum verschaffst du dir mit dem sogenannten Blendenmodus – oder auch Zeitautomatik (A-Modus<\/strong>). Damit kannst du die Tiefenschärfe kontrollieren. Eine große Tiefenschärfe ist besser für Natur- und Architekturaufnahmen, während Portraits oder Nahaufnahmen eher eine geringe Tiefenschärfe brauchen.<\/p>\n Achtung: <\/strong>Setze den Blendenmodus mit Bedacht ein. Denn: Was einmal unscharf abgelichtet wurde, das bleibt so und kann auch durch Nachbearbeitung nicht gerettet werden.<\/p>\n Schöne Effekte kannst du durch Veränderungen der Belichtungszeit erzielen. Damit beeinflusst du die Lichtmenge, die in die Kamera fällt. Eine kurze Belichtungszeit, also weniger Licht in der Kamera, ist gut für alle, die actionreiche Szenen richtig fotografieren wollen: Das Motiv wird an einem Punkt der Bewegung eigefroren.<\/p>\n Lange Belichtungszeiten sind beispielsweise in der Naturfotografie interessant. So entstehen mit einer Langzeitbelichtung wunderschöne Aufnahmen des Sternenhimmels. Du kannst auch eine lange Belichtung wählen, um Bewegung auf deinem Foto zu visualisieren. Sinnvoll ist es, ein Stativ zu verwenden – sonst entstehen unschöne Wackler.<\/p>\n Ein wichtiger Begriff in diesem Zusammenhang ist die ISO-Zahl<\/strong>: Je höher der Wert ist, desto empfindlicher reagiert der Lichtsensor deiner Kamera. Damit benötigst du weniger Belichtungszeit für eine Aufnahme bei schlechteren Lichtverhältnissen.<\/p>\n Achtung: <\/strong>Die höhere Lichtempfindlichkeit bewirkt schnell ein stärkeres Rauschen – also eine Verschlechterung der Bildqualität durch Pixel, die ins Helle springen.<\/p>\n Welches Kamera-Modell du verwendest ist sehr wichtig. Bedenke folgendes: du solltest bei einem System bleiben, denn der Kauf von neuen Objektiven für die Kamera eines anderen Herstellers ist teuer<\/p><\/div>\n Nahezu jedes professionell erstellte Foto wird im Nachhinein bearbeitet. Doch auch das braucht Übung – und oft fällt es negativ auf, wenn Bilder sichtbar retuschiert wurden. Auch bei der Ausstattung solltest du es nicht übertreiben. Schließlich gilt beim Foto wie bei der Technik: Fokussieren.<\/p>\n Eine spezielle Tasche mit vielen Nebenfächern ist nicht immer notwendig. Vielleicht packst du die Kamera lieber mit einem Tuch geschützt in den Rucksack<\/strong>. Stativ und Co. finden Platz in der Seitentasche. Genauso ist ein Fernauslöser unnötiges Beiwerk: Wofür gibt es seit Jahren Selbstauslöser?<\/p>\nHauptsache üben und experimentieren<\/h3>\n
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Fotografisch sehen lernen: Fotografieren für Anfänger<\/h3>\n

Richtig fotografieren: Das Kamera-Modell und wichtige Modi<\/h2>\n
Die Qual der Wahl<\/h3>\n
Besser mit Blendenmodus<\/h3>\n
Gut‘ Ding braucht Weile: Die Belichtungszeit<\/h3>\n

Drumherum: Ausstattung und Nachbearbeitung<\/h2>\n
Weniger ist mehr: Richtig fotografieren<\/h3>\n